Bye Bye 2018, das Viertel fliesst weiter

8. Januar 2019, Autor: knoxx

Das Viertel hat sich wieder einmal um die eigene Achse gedreht. Der markante Bunker der ehemaligen Landeszentralbank in der Kohlhökerstrasse , nahe dem Kennedy-Platz soll abgerissen werden. Ich erinnere mich an leidenschaftliche Küsse vor und auf den polierten Mamorkugeln, der Kunstinstallation vor der Bank, auf dem Weg zurück vom „Imperial“ oder dem „Palace“ zurück ins Viertel, das bedeutete derzeit . ins „Brazil“ oder „airport“ . Jetzt sollen dort Wohnungen entstehen. Was zunächst erstmal als begrüssenswerte Nachricht durchgeht. Nur möchte der Hamburger Investor natürlich Geld verdienen, braucht nach seiner Kalkulation sage und schreibe vierzehn (14!) Stockwerke um rentabel zu sein. Kein Wunder , dass die Wellen der Empörung hochschlagen bei vielen Viertelbewohnern., denen gerade noch die Hälfte als zumutbar erscheint. Wenn der Kohlhöker-Tower doch mal eines Tages so umgesetzt werden sollte, wünsche ich mir vom Weihnachtsmann ein Penthouse im 14.. Dann kann ich von ganz oben auf unser Viertel schauen und sagen : Es war einmal…Ja Baugrund wird immer kostbarer, dass weiss auch Viertel-Urgestein Norbert Cäsar, der seinen Garagenhof nun bebauen lässt. Zwei Dutzend Wohnungen der gehobenen Preisklasse sollen dort zwischen Blumenstrasse und Steinernem Kreuz entstehen. Die Anwohner, denen zum Teil viel Licht genommen wird, scheinen noch nicht so begeistert zu sein. Aus dem Strassenbild verschwunden, auch ein vertrautes gelbes Neonschild, das Betrieb bis in den hellen Morgen signalisierte. Auszug aus einem Weser-Kurier Artikel von Nina Willborn von 29.5.18 : ….In Menschenjahren gerechnet ist 35 natürlich kein Alter, in dem man abtreten sollte. Insofern ist es ganz gut, dass Kneipenjahre eher wie Hundejahre zählen, da gilt 35 schon als ziemlich respektables Alter, in dem man eben manchmal Abschied nehmen muss. Am Donnerstag, 31. Mai, ist es mit einer Ausgeh-Institution am Ostersteinweg so weit. Bye-bye, Bistro Brazil!

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„Gib mir ein Wort…“

8. März 2018, Autor: knoxx

Gib mir ein Wort ,
dass mit Gen…anfängt…, G , E, N,..
Okay, Generation Y, generieren, genau, mal was ganz altes, Generationskonflikt, Generator, Gender, gender studies, gender wahnsinn, Genforscher,Genkatalogisierung,Genpool, Gentrifizierung. Gentrifizierung , auch so ein halbes Unwort, jeder hat es wenigstens einmal gehört, gibt’s in jeder Grossstadt, manche müssen darunter leiden, manche profitieren, also alles wie immer ? Unsere alte Hansestadt wurde im Vergleich zu Berlin, München und Hamburg relativ spät von der Gentrifizierungswelle erwischt.
Erst gab es es dort noch viel Planungsbedarf, verfallene und kriegsbeschädigte Häuser ,Ruinengrundstücke, Baulücken, in den Innenstadtrandlagen, und die Mieten waren ganz im Keller. Daher gesellte sich zu den älteren Bewohnern, bald eine bunte Mischung aus Gastarbeitern, Künstlern, Studenten, und Lebenskünstlern aller Art.
Dann wurde das Gebiet zu einem Sanierungsgebiet erklärt. Die Stadt hatte nach Gründung der Bundesrepublik viele Häuser aufgekauft und keinen Handschlag für Sanierungen verschwendet,, um die nötigen Kahlschläge für eine „autogerechte Stadt“ problemlos abwickeln zu können. Dann gabs eine Bürgerinitiative , die sich erfolgreich gegen gegen eine wahnsinnige Trassenplanung durchgesetzt hatte., „das Viertel“ durfte leben. Natürlich hatten sich auch schon einige Protagonisten zu Spottpreisen einige dieser „Schrotthäuser“ gesichert., doch nun verkaufte die Stadt in den 70 und 80 Jahren nach und nach alle stadteigenen Immobilien zu sehr erschwinglichen Preisen, Akademiker, Lehrer und Beamte einer gewissen Partei bekamen meist die Zuschläge.. In den 90-ern, inzwischen waren die Häuser, meist für 80.000 bis 200000 DM erworben, gut das Doppelte Wert., wurde die Idee einer Sanierungsabgabe nach wütenden Protesten der Betroffenen schleunigst wieder fallengelassen.

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Ein Jahr (..es geht voran..)

4. Januar 2018, Autor: knoxx

Der Sielwall ist wieder freigeschaufelt vom Scherbensalat und dem bräunlich-matschigen Silvestermüll; es gab weder Tote noch Verletzte bei dem sogenannten Feiern um Mitternacht an unserer Kreuzung. Die präventiv aufgefahrene Polizei brauchte nur wenig einzugreifen, um allzu breite Hirnis in Schach zu halten, die trotzdem immer wieder versuchten mit blindlings geworfenen Böllern auf sich aufmerksam zu machen. Ich hatte unser Auto sicherheitshalber beim Sielwallhaus abgestellt, weil davor alles links und rechts des Sielwalls mit absolutem Halteverbot belegt war. Schliesslich war es bei der Polizeiführung Usus geworden, für grössere, bürgerkriegsartige events vorauszuplanen, damit es nicht noch einmal so ausartete, wie einst in den 80-ern.

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Viertel statt Amazon …

2. März 2017, Autor: knoxx

Ist das nicht gut :ich brauche kein Amazon …und ich vermisse nichts…300m zum Golden Shop, music, underground, subversives , scene..250m zum Ostertorbuchladen Kunst und Kultur, 400 m zur Humboldtbuchhandlung für alle literarischen Neuerscheinungen.Und für die Ohren, 400m bis Ear und Überschall, und 1km zu Hot Shot, Ja, und auch zu meinem favorierten. Antiquariat für Raritäten und Schnäppchen an der Bischofsnadel ist es nur ein Katzensprung.

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es liegt ein Trauerflor über dem Viertel…

2. März 2017, Autor: knoxx

Alles fühlt sich so merkwürdig fremd an auf einmal, irgend etwas ist so anders. Der Tod ist wieder einmal durchs Viertel geschlichen und hat sich eine allseits bekannte und beliebte Viertelpersönlichkeit herausgepickt. Einfach so, willkürlich, völlig unsportlich, wie Norbert gesagt hätte, ein grobes Foul.

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der kritische Konsument unterwegs

1. März 2016, Autor: knoxx

Die Produktion von Dildos, Vibratoren , mothers little helpers, hat auch enorme Fortschritte gemacht. Die alten Plastikteile made in China, batteriebetrieben, wie es sie in den alten Erotikläden am Bahnhof massen- weise gab , in den shops für „Ehehygenie“ , wie es altväterlich hiess, sind zwar schön billig , aber völlig daneben . Nicht nur das das Plastik umweltschädlich und unhygenisch ist, nein, es ist auch nicht bruchfest, was zu üblen Verletzungen führen kann und die Motoren sind eher schwachmatisch.

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Frieden im Supermarkt

22. Januar 2016, Autor: knoxx

Zwanzig Tage jung ist das Neue Jahr., und fühlt sich doch schon fast „normal“ an…,Ich war auch ganz kurz dabei zum Jahreswechsel am Sielwalleck, und im Gegensatz zum berüchtigten Kölle am Rhein war hier in Bremen Kindergeburtstag unter den wachsamen Augen einiger Dutzend Ordnungshüter. Ist ja auch langweilig immer so doofe Randale aus der Provinz. Die Bremer Polizei hat nur einmal zu Silvester am Eck die Lage fatal unterschätzt, das war als der Penny-Markt geplündert wurde und ausbrannte.

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Das Viertel – Anlaufstelle in Bremen für leckere Burger

18. Juli 2015, Autor: Gastautor

Jeder in Bremen kennt den Ortsteil zwischen Ostertor und Steintor, weil er bunt und quirlig ist und zum Bummeln und Verweilen einlädt. Nirgendwo sonst in Bremen kann man an einem Ort so viele Bars, Kneipen, Restaurants und Cafés finden wie im „Viertel“. Kein Wunder also, dass Jung und Alt sich dort zum Plaudern, gemeinsamen Essen und aufn Swutsch gehen trifft. Was viele nicht wissen: Im Viertel kann man auch hervorragende Burger essen. Und wer das Haus nicht verlassen will, der kann sich seinen Burger via Lieferservice bestellen und bis an die Haustür bringen lassen. Die drei besten Burger-Lieferdienste im Viertel sind:

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„we want to paaady..“

25. März 2015, Autor: knoxx

Passend zur bevorstehenden Saison wird die ewige Viertel- Debatte mal wieder neu eröffnet. Wie laut darf es denn bitte nachts im Viertel sein? Wer ist für den Krach after midnight verantwortlich und dafür, dass mein Hauseingang immer wieder als Urinal herhalten muss ? Jetzt, wo die Neustadt als neues „Viertel“ hochgejazzt wird, in der Tat sind viele Kreative wegen der exorbitanten Mieten bereits aus unserem (?) Viertel Richtung Neustadt gezogen, gibts dort nämlich ebenfalls die „Nachbarschaftsklagen“ , die jede Art von „Clubkultur“ im Keim zu ersticken drohen.

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neue Weltunordnung alternativlos

14. September 2014, Autor: knoxx

Nicht nur im Viertel, alles alternativlos. Neue Weltunordnung, alte Baustelle : Isis,IS,Al-Shabab,BokoHaram, Al Quaida , Alquadakar, Rosenthaler Kadakar ( in Fachkreisen einst auch „Kadaver“ genannt) Klingt wie ein paternoster,- nein nicht der altertümliche Aufzug, das alte Kirchengebet.nonstop vor sich hingemurmelt. Kein Frieden auf Erden in Sicht, man mag kaum noch eine Nachrichtensendung im Fernsehen anschauen.Das neue Böse heisst IS und ist das Phänomen der Stunde.Als einziger ernsthaft konkurrierende Dämonengestalt wäre vielleicht noch Wladimir Putin zu erwähnen, währenddessen die nicht minder fürchterlichen Diktatoren Assad und Kim Jong Un gerade mal wieder offline sind.Und man glaubt es kaum, Obama musste nicht nur die Scheisse von George W. auslöffeln, nein dank seiner genialen Berater, zückt auch er nun das Schwert im Kampf gegen „das Böse“ und setzt sich an die Spitze einer Koalition der Guten, der „Willigen“, der Billigen ?..Ich dachte , es sei nun vorbei, mit der Rolle der USA als selbsternannter Weltpolizist?…

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