Jajaja, unser altes H-Corner, das berüchtigte Sielwalleck, anarchistischer Knotenpunkt von einst, erlebt eine neue Dekadenz. Die jetzigen Herrscher, der Taksim-Clan aus dem schönen takatukaLand und Freund Yussuf der Muffelige, streiten über die Vorherrschaft über den jugendlichen Nachwuchs in der Szene. Wer darf No-1-Supporter sein, mit so koscheren Sachen wie Alk & Sprit, und Bier und Cola, und llalala und drops, und alles wie an Rudis Resterampe zum Schleuderpreis. Die Taksims haben die Nase ganz vorn mit ihrem neuesten Coup: erst “Taco” übernehmen, dann das ehemalige “Exil”, was lange leer stand, zwischenzeitlicher “Musikclub”, vom iranischen Hausbesitzer dazu anmieten, Taco-Imbiss dichtmachen, Schnaps und Beer zu Dumpingpreisen rein, im Leerstand nebenan einen trendigen Electro-Goa-Techno Club für die jugendliche Kundschaft initiieren, die sich kein Becks für 2,50 und mehr in den Kneipen nebenan leisten können. Alles von oben voll legal. Denn Kiffen ist selbstverständlich da auch streng verboten. Wie gesagt, offiziell nur Billig-Alk und zwar nonstop.
Was geht … am “Corner”?
30. August 2010 von knoxxAlles verläuft nach Plan
25. August 2010 von hellaChance 2000 +++ Goodbye! … und die Sense schwingt rund.
24. August 2010 von knoxxTja, so isses – gestorben wird überall, – nicht nur im Fernsehen, irgendwo da unten, Afghanistan oder jetzt in Pakistan, in Afrika sowieso andauernd. Diesmal war’s der Christoph, der unermüdliche Selbstdarsteller und wichtige Provokateur. Ich war ihm durch das Schangse-Projekt begegnet, fand das damals reine PR in eigener Sache, sorry Christoph, das war zu kurz gegriffen. Und jetzt geht diese erste Dekade schon wieder zu Ende. Donnerstag verstarb unser oller “Anarcho-Pastor”, Wofgang Schiesches, dann am Freitag der umtriebige Günther P., genannt Pimms oder Pimpz (?), von der Schlüter-Humboldt-Galerie, dem früher mal das jetzige “Calvera” (ehemals Callas) gehörte, als es noch “Blues-In” hieß, wo alles einmal anfing mit den langhaarigen Jungs und den neuen Klängen. Nun, wie ich on the road erfuhr, verstarb auch noch Jens Hubi, bekannt von den “Höfen” und seinem Partymachen mit 42 (?) an Herzversagen, diesmal waren es zuviele Nasen und Pillen und Alk. Sowas passiert dann,- tja Krebs, Leberzirrhose, Überdosis, Schlaganfall, was sollte auch sonst passieren.
Schlingensief verlässt die Weltbühne
23. August 2010 von galeffBekannt durch seine provokative Aktionskunst und seinen moralischen Tatendrang verstarb am Freitag eine große Persönlichkeit, die an das Wahre und Gute im Menschen glaubte und sich energisch für eine gerechte Veränderung der Gesellschaft einsetzte. Der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, scheinbar unveränderliche Zustände in Frage zu stellen und Randgruppen zu integrieren sind nur einige Dinge, die Christoph Schlingensiefs Arbeit ausmachten. Ständig auf der Suche nach dem Menschlichen machte er immer wieder mutig und medienwirksam mit scheinbar unsinnigen Aktionen darauf aufmerksam, wie unsinnig unser Gesellschaftssystem inzwischen, von den meisten akzeptiert, geworden ist.
Auf dem Boulevard …
16. August 2010 von knoxxDie Nacht war etwas anstrengend gewesen, ich wurde mal wieder von unerfreulichen Zukunftsträumen heimgesucht. Das Morgenmeeting meiner Company war auch nicht dazu angetan mich aufzuheitern. Im Abfallkorb auf dem Flur fand ich `ne ziemlich aktuelle BILD und siehe – es hatte sich nichts verändert. Jungjournalistin Astrid Sievert durfte auf Seite 3, der Bremen-Seite, ausgiebig über “Nerv-Bettler” und ihre neuestens “Tricks” herziehen. Okay zugegeben, ich treffe täglich mehrere, manche auch nervig, und vielleicht kriegt einer mal 20 Cent, doch der hetzerische Grundton dieses Artikels (“Betteln und Hausieren verboten!”) gefiel mir gar nicht. Betteln ist Schwerarbeit, soll die nassforsche Dame sich doch mal 2 Tage vor den Hauptbahnhof oder in die Obernstraße setzen.
Zucker, Loveparade und Latte Macchiato Mütter
2. August 2010 von knoxxDas “Zucker” hat 3-jährigen Geburtstag. Ich gratuliere ganz herzlich, denn das “Zucker” ist das Beste, was in den letzten 10 Jahren in Bremen passiert ist.
Zucker macht glücklich & macht froh – manche späten Latte Macchiato Mütter weniger, nämlich solche, die denken, dass sie das Kinderkriegen persönlich erfunden haben und deswegen mit ihren gestylten Blagen überall Vorfahrt genießen. Denen würde ich gerne mal zu einer Mutter-Kind-Kur in einem anti-autoritären Kinderladen der 70-er Jahre verhelfen.
strange days…es ist so heiss…
22. Juli 2010 von knoxxKürzlich haben sich zwei liebe Menschen, Helden meiner frühen Jugend, in ihr Kifferparadies begeben – kluge, witzige Köpfe, Hans-Georg Behr und Fritz Teufel. Weiteres siehe unter Literatur bei amazon. Der Asphalt schmilzt auf dem O.-weg und Hans Neuenfels inszeniert “Lohengrin” am Bremer Goethetheater. Sorry, die Hitze, nein, no no, es ist leider Bayreuth, too bad. Prince hat sein supergeiles Konzert auch nur in Berlin geben, statt im AWD- oder sonstigem Stadthallendome gegeben. Bremen gar nix los? Doch, wir haben einen Helden: mein Bekannter, Mustafa, grüner Vertreter des Viertels hat Courage bewiesen, indem er ein Mädchen vor ihrem prügelnden Macho-Freund aus dem “arabischen” Milieu bewahrt hat. Selbst ein gezücktes Messer konnte ihn nicht schrecken: Gut gemacht, Mustafa!
Globalisierter Fußball
11. Juli 2010 von galeff
Wer im Fußballspielen erfolgreich ist, kommt meist in der Welt viel herum. Was zählt ist die Leistung des Spielers, deshalb gehört “Multi-Kulti” zum Alltag nicht nur deutscher Liga-Vereine. Dies belegt beispielsweise auch diese interessante Nationalspieler-Übersicht, in der man sehen kann, in welchen Ländern (Vereinen) die Nationalspieler der Fußball-WM 2010 weltweit spielen (Mauszeiger oben über die Flaggen bewegen). Man erfährt aber zum Beispiel auch, welche Nationalspieler (weltweit) in deutschen Vereinen spielen (Mauszeiger unten über die deutsche Flagge bewegen). Danke an Kevin aus Hamburg für diesen schönen Link!
Das Viertel lebt …?
10. Juli 2010 von knoxxGestern Nacht, so kurz vor eins am O.-weg: überall halten Polizeiwagen vor Gaststätten, vom Theatro bis zum Wohnzimmer. “Achtung, sofort Tische und Stühle wegräumen und Außengastronomie einstellen, Sperrstunde Mitternacht längst überschritten, es drohen hohe Bußgelder!” Die Streifenwagen wurden auf Anwohnerbeschwerden hin tätig, dazu sind sie laut Gesetz verpflichtet. Nun aber war in Absurdistan folgendes zu beobachten: gleichzeitig blühte das Geschäft der Schattengastronomie, der Imbisse und Kioske enorm auf und die “Sommerparty” verlegte sich vollends unkontrolliert auf die Straßen und Plätze im Viertel.
Gepflegtes rumgeilen????
7. Juli 2010 von knoxxAch, wieder ein unrühmlicher bremischer Niedergang. Jammer, Jammer, schluchz – was ist aus “unserem” Becksbier geworden! Man hätte den Belgiern nicht trauen dürfen, dann warns die Brasilianer, und jetzt ist es “a global player”.
