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„A happy NEW … again“ oder „Aus der Zeit gefallen“?

Autor: knoxx

Hallo, da bin ich wieder. Ja?  Na gut. – Ich war jedoch nicht richtig weg, nur ein bischen. Hab‘ mir zu Beginn des Jahres ein bischen Medienabstinenz verordnet. Nur ganz gelegentlich drangen mal irgendwelche Schlagzeilen durch meine Abschirmung.
Einmal donnerte ich jedoch ein markiges „Basta!“ zum Thema Buupräsi als public appeal in die ebensolchen Organe. Ich fand, es war nunmehr nach drei Wochen, oder war’s ’ne Ewigkeit zu diesem Thema, „alles“ gesagt, genug aufgedeckt, spekuliert, gefordert, zugegeben, recherchiert, räsoniert und ge- und verzweifelt worden. Nationale leading Meinungsführer wie WK und TAZ nahmen meine Lesermeinung wohlwollend zur Kenntnis, und- seitdem ist’s tatsächlich ruhiger um IHN geworden! Oder bilde ich mir das etwa nur ein? Vielleicht liegt es auch daran, dass da im Mittelmeer eine schwimmende Sondermüllverbrennungsanlage namens „Traumschiff xxl“ gekentert ist oder Muhammed Ali, der Erfinder des gleichnamigen shuffle, 70 Jahre alt geworden ist, is auch egal.

Ich bin im neuen Jahr angekommen, nüchtern (!) und ich hoffe IHR da draussen auch alle. Was tat sich im Viertel? Silvester war keine Randale auf der Sielwallkreuzung, dafür aber etwas später im AWD-Dome oder wie die Stadthalle samt Anhang jetzt heißt. Dort hat es heftig gerummst, zuerst beim Startschuss zu den bereits totgesagten „sixdays“, dann hinter den Kulissen des Senats, weil die Widersprüche zwischen investiertem Kapital, Sozialverträglichkeit und Ökologie auch in einer rot-grünen Koalition fortbestehen. Die Themen Atomtransporte, Umweltzone und Bahnlärm werden uns also nach wie vor weiter beschäftigen.

Die Gentrifikation im Viertel haben wir auch nicht aufgehalten, nur einmal mehr ans Licht gebracht. Wünschte mir nunmehr nur ein wenig Aufklärung, ob sich da jemand zu Lasten eines ehemals gemeinnützigen Vereins auf irgendeine Art und Weise bereichert hat oder ob der Verein für Blinde für sich und seine Zwecke ein optimales Geschäftsergebnis erzielt hat? Die Mieten werden weiter steigen, solange es hier eine zunehmend attraktivere Wohngegend bleibt. What to do – mehr kleine Kneipen, „sixxdays“ am Eck vielmehr Straßenparties, ordentlich Graffitikunst, mehr afrikanische Dealer, mehr alks & junks, mehr Unruhe, weniger Polizei??? – Das muss ich nochmal in die zuständigen Gremien geben, schließlich war Anarchie noch nie eine Lösung oder? Auf jeden Fall hab‘ ich so between the years und danach gemerkt, es ist wirklich cool, zum Jahresbeginn erstmal eine Woche zu verschlafen. Is eh nix besonderes passiert, bis auf die Tatsache, dass ich ein erstaunliches, jaja echt, „Elton John“-Album aus dem Jahre 1970 aufgestöbert habe, welches meine junge Braut höchst entzücken konnte.

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