Doc Tod und seine rollende Leichenschau

Autor: knoxx

Nicht erst seit heute wissen wir, dass auch unser geliebtes Bremen keine Insel der Seeligen ist. Schließlich haben unsere Regierungen im Rathaus im letzten Jahrzehnt rund eine halbe Milliarde mit am Bedarf vorbei geplanten größenwahnsinnigen Mammutprojekten von Spacepark, Botanika, Rennbahn bis Musicaltheater verheizt. Das schöne Geld ausgegeben für Mittelstandsförderung, Existenzgründerprojekte und Kitas z.B., hätte einiges anschieben können. Vorbei.
Und nun kommt der ekelige Gunter mit seinem Leichenkabarett.

Den Professorentitel aus China ist er wieder los, und auch sonst musste er einige Schlappen einstecken. Apropos, ich weiß, wo er sich noch „ei Watschn“ holen könnt – man merkt, ich war Spion bei der Sause des Bremer Alpenvereins. Also Gunter von Hagens darf in der Hansestadt auftreten, denn er „wolle mit seinen Darstellungen Menschen sensibilisieren, mit ihrem Körper pfleglicher umzugehen.“ Als ich das in der „Welt“ las, bekam ich einen Lachkrampf. Also seid lieber gut zu Eurem Body, sonst landet ihr bei Doktor Tod! Ermutigend fand ich, dass zwei Gerichte in Augsburg und Köln ihm zumindest das Ausstellen vögelnder Leichen untersagt haben. Das gibt Anlass zur Hoffnung. Ich würde ihn in eine Schaubude auf den Freimarkt verbannen. Da gehörte er, historisch betrachtet, doch eigentlich hin!

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